Wenn alles zu viel wird – Über das Gefühl des Ausgebrannt Seins und die stille Leere vieler Frauen
Kennst du das? Das „Kaputtsein“ am Abend?
Am Morgen doch wieder vor allen anderen aufstehen und…weiterfunktionieren…Essen machen für andere, Tiere Versorgen, schauen, dass alle rechtzeitig aus dem Haus kommen….
Du machst es – einfach aus Gewohnheit – einfach weil es so ist. Wer sonst sollte es machen?
Und wirst langsam aber sicher unzufriedener, verlierst häufiger die Geduld und der Körper fühlt sich zunehmend schwerer an.
Dieses schleichenden Gefühl von Leere…
Diese Gedanken wie „Ich kann nicht mehr“, ich bräuchte mal ein paar Tage nur für mich.“
Und machst weiter. Was bleibt dir denn auch übrig.
24/7 im Einsatz – und trotzdem das Gefühl, nicht genug zu sein, nie fertig zu werden.
Ein permanenter Jongleur-Akt zwischen vielen Bällen. Kinder. Schule. Einkaufen. Essen. Termine. Verpflichtungen. Geld. Freundschaften. Mitdenken für andere. „Taxidienst“. Arbeiten.
Hab ich was vergessen? Bestimmt.
Keine Zeiterfassung.
Keinen Feierabend.
Es ist viel. Es ist tatsächlich sehr viel.
Gibt es wirklich keinen Ausweg?
In den Gesprächen mit (fast immer) Frauen zeigen sich diese Parameter:
* Kontrolle
* Anspannung
* Perfektionismus
Viele Frauen glauben, sie müssten immer alles im Griff haben.
Alles richtig machen.
Alles zusammenhalten.
Sie spüren die Verantwortung wie einen permanenten inneren Druck.
Einen Dauerzustand von Alarmbereitschaft.
Loslassen?
Geht nicht.
Hilfe annehmen?
Von wem denn bitteschön.
Grenzen setzen?
Ich muss für alle da sein. Immer.
Und so entsteht ein unsichtbares Gefängnis.
Nicht von außen gebaut – sondern von innen aufrechterhalten.
Der Moment der Erkenntnis
Was mich jedes Mal berührt:
Am Ende einer Beratung sitzen oft dieselben Frauen vor mir –
aber sie wirken anders.
Weicher.
Aufrechter.
Leichter.
Sie erkennen ihre eigene Gefangenschaft in diesem Spiel aus Erwartungen, Rollenbildern und inneren Antreibern.
Und plötzlich wird etwas spürbar:
SIE SIND NICHT SCHWACH! DU BIST NICHT SCHWACH!
Es ist Erschöpfung von permanenter Überverantwortung.
Wenn du zu verstehen beginnst,
dass du nicht alles kontrollieren musst und auch gar nicht kannst,
dass Perfektion kein Liebesbeweis ist,
dass „Nein“ sagen Beziehung nicht zerstört,
dann entsteht Raum, dann entsteht Klarheit, dann entsteht Selbstermächtigung, dann entsteht kraftvolles Selbst-Bewusstsein.
Und du merkst:
Nicht die Umstände allein erschöpfen dich.
Sondern der innere Druck, allem gerecht werden zu müssen.
Wenn dieser Druck weicher wird,
kommt Lebendigkeit zurück, kommt Selbstliebe zurück, kommt Freiheit zurück.
Vielleicht ist es Zeit …
Vielleicht ist Erschöpfung nicht dein Versagen.
Vielleicht ist sie ein Signal.
Ein Signal, dass du dich selbst wieder in dein Leben einladen darfst.
Nicht nur als Funktion.
Nicht nur als Organisatorin.
Nicht nur als Verantwortliche.
Sondern als Mensch.
Mit Bedürfnissen.
Mit Grenzen.
Mit Sehnsüchten.
Und mit einer Kraft, die größer ist, als du glaubst.
Wenn du dich hier wiederfindest:
Du bist nicht allein.
Und du bist nicht falsch.
Vielleicht beginnt deine Freiheit heute –
mit einer einzigen, bewussten Entscheidung.